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Palo Duro Canyon in Texas:

Neben dem Palo Duro Canyon stand am ersten Tag noch der Lake Buffalo auf dem SChaPLe-Programm, aus dem wir kurz vor Tagesende jedoch höflich herausgebeten wurden. Daher nur sehr wenige Bilder, was wiederum nicht weiter schlimm ist, da es sowieso nur eine Wiese auf ehemaligem See- bzw. Sumpfgrund zu sehen gab.
Daher liegt der Focus auf der Wanderung durch den Palo Duro Canyon, welcher im Rahmen der SChaPLe-Tagesberichte ausführlich gewürdigt wurde und daher hier in kopierter Ausführung nachzulesen ist:


Um der beginnenden Trägheit entgegenzuwirken, entschieden wir uns nach längerer Diskussion eine nicht allzu entfernte Sehenswürdigkeit, namentlich den Palo Duro Canyon State Park in Texas zu besuchen. Gestartet sind wir am frühen Morgen, zu einer Zeit bei der die meisten von uns normalerweise noch nicht einmal ans Aufstehen gedacht hätten (10am). Da sich die verschlafenen Gemüter verantwortungsbewusst nicht hinters Lenkrad getraut hatten, fuhren wir nach einigen Autoplatztauschaktionen endlich los. Erstes Tagesziel und erklärter Mampfstop war der Cherokee Trading Post, der ungefähr eine Stunde von Norman entfernt lag und neben Buffaloburgern und riesigen Pommesportionen aus echten Kartoffeln auch die Möglichkeit zum Erwerb diverser Cowboy- und Indianerartikel zu bieten hatte. Gesättigt und in einigen Fällen mit deutlich geschrumpfter Geldbörse verließen wir diesen beschaulichen Ort, um uns zu unserem Hauptziel, Canyon TX, zu begeben ...

... wo wir nach dem erwähnten Abstecher zum See ein fast verwaistes Motel zu Nachtquartier erklärt haben. ...

... Nachdem wir eine gute Nacht im GoodNight Inn verbracht hatten, fuhren wir wiederum in aller Frühe (10am) zunächst die Filiale einer einschlägigen Burger- und Eisfastfoodkette an, um unseren Hunger nach Frühstück zu stillen. Da die meisten fleischhaltiges Essen bevorzugten, bestand dieses in einigen Fällen aus einem Burger mit Ei, Käse und Hack vom Vortag, der voller Begeisterung verspeist werden sollte. Tatsächlich war er nach Entfernen des schon grünlich schimmernden Fleischpaddies ess-, wenn auch nicht genießbar. Nur ein einzelner abgehärteter Magen vermochte es, diesen Burger beschwerdefrei zu vertilgen. Um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dies wäre die einzige Herausforderung an unsere körperliche Verfassung an diesem Tag gewesen, muss bereits an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Temperatur nicht wie befürchtet an die 50°C im Schatten betrug, sondern nur gefühlte 49,3°C. So zumindest empfanden wir das, als wir im Palo Duro Canyon nach einigen Minuten Ami-Hikings (mit dem Auto von Ausblick zu Ausblick fahren und eventuell aussteigen und Fotos machen) unsere Gefährte verließen, um einen 4 Meilen Rundweg zu bewandern. Ausgerüstet mit literweise Wasser, Sonnencreme und diversen lustigen Hüten, liefen wir zunächst im Schatten auf dem Riverside-Junipertrail. Einen Fluss haben wir dort vorerst nicht gesehen. Nur einige ausgetrocknete Flussbetten, so wie eine Schlange, einen Vogel, einen toten Frosch im Schnabel des Vogels und einige Schwarze Witwen. Diese Begegnungen liefen trotz eklatanter Unwissenheit unsererseits ("Das sind keine Schwarzen Witwen, die sind viel kleinerů") weitestgehend schmerzfrei für uns ab. Schmerzen bereitete nur die brennende Sonne in Kombination mit dem fehlenden Wind, da nicht mehr alle Kreisläufe bei dieser Witterung rund liefen. Entschädigt wurden wir für diese Anstrengung allerdings mit einem schönen, sehr roten Canyon, auch wenn dieser nach vertrauenswürdiger Aussage eines Auskenners niemals auch nur annähernd an den Grand Canyon heranreichen könnte.

Als sich nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Rastplatz mit fließendem, kühlen Wasser selbst jene mit beginnendem Sonnenstich wieder einigermaßen menschlich zu fühlen begannen, setzte auch ein leichter Wind ein, so wie die Bildung einiger schattenspendender Quellungen am Himmel, was uns den letzten Abschnitt des Weges sehr angenehm gestaltete. Am Auto angekommen stürzten wir uns auf lauwarmes Wasser und die Klimaanlage, um die Errungenschaften der Ziviliation gebührend zu feiern.

Auf dem Rückweg statteten wir dem ansässigen Visitorcenter noch einen kurzen Besuch ab, um zu erfahren, dass Schwarze Witwen doch so aussahen wie auf den zahlreichen von uns aus nächster Nähe gemachten Fotos, diese Spinnen aber nicht unbedingt tödlich seien. Absoluter Höhepunkt des Tages war laut Aussage des männlichen Teils der Teilnehmer allerdings nicht der rote Felsen, die karge Prärie, der verfressene Vogel oder die nahe Begegnung mit den Witwen, sondern der Friedhof der Mähdrescher nahe Amarillo.


Hier alle Bilder auch als zip-File zum Download!